Brandschutzbeschichtungen

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Brandschutzbeschichtungen sind in öffentlichen Gebäuden und im Hallenbau mittlerweile unumgänglich, um eine Rettung der Personen im Brandfall ohne statische Beeinträchtigung des Fluchtwegs von min. 30 Minuten zu gewährleisten.

Brandschutzbeschichtungen werden im Stahl- und Holzbau eingesetzt.

 

Brandschutz bei Stahl

Stahl verliert ab ca. 500 C nach 5 bis 10 Minuten seine Stabilität und Tragfähigkeit. Bei einem Brandfall im Gebäude mit tragenden Elementen aus Stahlträgern würde dieses nach 10 Minuten folglich zusammenstürzen. Brandschutzbeschichtung können dagegen einem Brand deutlich länger, je nach Beschichtung im Stundenbereich (F30, 60, 90), standhalten. Die Zahleneinheit ist in Minuten umzurechnen. Demzufolge hat eine F30- Beschichtung einer Mindestdauer von 30 Minuten im Brandfall Stand zu halten.

 

Brandschutz bei Holz

Es gibt auch für Holz und andere Materialien entsprechende Brandschutzbeschichtungen. Die Brandschutzbeschichtung wird meistens im Airless-Verfahren oder mit einem Pinsel in mehreren Schichten aufgetragen. Die Schichtdicke liegt üblicherweise im my Bereich. Von den Anforderungen der Feuerwiderstandklassen verhält es sich genauso wie bei Stahl Beschichtungen.

 

Reaktion des Materials

Sobald die Temperatur (ca. 100 °C) bei einem Brandfall einen bestimmten Wert übersteigt, reagiert diese durch chemische Reaktion und schäumt auf. Dieses Verfahren wird als Dämmschichtbildner bezeichnet. Im Brandfall nimmt dann die Brandschutzbeschichtung um ein 50tel zu (1mm Beschichtung = aufgeschäumt 50mm), bildet dadurch eine wirksame Hitzeisolierung. Die aufgeschäumte Schicht besteht aus mikroporösem „Kohleschaum“. Die Schaumschicht jedoch zersetzt mit dem Brandverlauf, wodurch die isolierende Wirkung abnimmt. Manche Brandschutzbeschichtungen isolieren im Brandfall über eine Stunde.

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